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Hörschwächen

Ursachen für Hörschwächen

Oft bemerkt man es nicht sofort, wenn das Gehör nachlässt. Eine Hörminderung schreitet meist langsam voran. Doch es ist wichtig so zeitig wie möglich gegen eine auftretende Hörschädigung anzugehen, denn das Hören kann man verlernen. Zunächst bedarf jede Art von Schwerhörigkeit einer ohrenärztlichen Untersuchung. Der Arzt kann dann entscheiden, ob und in welchem Umfang eine Hörgeräteversorgung sinnvoll ist.
Aus diesem Grund sollten Sie rechtzeitig einen HNO-Arzt aufsuchen. Moderne Hörgeräte können Ihr Leben verändern und leisten heute Großes. Sie sollten nicht zu lange warten, ansonsten kann es bei der Eingewöhnung Schwierigkeiten geben.

Die folgenden Beispiele dienen zur besseren Beurteilung Ihrer Hörschwäche:

Bei einer Schalleitungsschwerhörigkeit werden Teile der Übertragungskette des Schalls in Mitleidenschaft gezogen. Zum Beispiel können Bereiche des äußeren und mittleren Ohres miteinander verwachsen oder verknöchert sein. Der Schall kann nicht mehr von der Außenwelt ins Innere des Ohres transportiert werden.

Beispiele:
- Fremdkörper im Gehörgang (z. b. Murmeln, Haare oder ein Ohrschmalzpfropf)
- Entzündung des Gehörgangs (Zuschwellen des Gehörganges)
- Mittelohrentzündung (durch Bakterien oder Viren)
- Trommelfellperforation (z. B. Verletzungen durch Reinigungsstäbchen oder Nadeln im Gehörgang
→ bei bleibender Perforation entsteht eine chronische Mittelohrentzündung)
- Otosklerose (Versteifung der Gehörknöchelchenkette)
- Schnupfen (schlechte Belüftung des Mittelohres kann eine Hörschädigung hervorrufen)

Die meisten Schalleitungsschäden können nach einer medikamentösen Therapie oder einer Operation vom Facharzt behoben werden.
Schallempfindungsstörungen treten vor allem auf, wenn etwas im Innenohr oder den Hörnerven beschädigt ist. Zu diesen "Innenohrschwerhörigkeiten" zählen verschleißbedingte Hörverluste, aber auch durch Krankheiten, Medikamente oder Verletzungen ausgelöste Schäden.

Beispiele:

Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis)
Zwischen dem 40 und 50 Lebensjahr entsteht bei vielen Menschen eine Hörminderung. Diese wird vor allem durch den ständig vorhandenen Umgebungslärm in unserer Umwelt hervorgerufen. Es kommt zu einer Schädigung der Haarsinneszellen und damit zu einer meist beidseitigen Hörschädigung. Diese kann mit Hilfe von Hörgeräten behandelt werden.


Traumatische Schwerhörigkeit
Hier unterscheidet man zwischen dem Knalltrauma, dem Explosionstrauma und dem Lärmtrauma.
- Knalltrauma (z. B. Mündungsknall oder das Platzen eines Reifens)
- Explosionstrauma
- Lärmtrauma (verursacht durch ständige Lärmeinwirkung in hoher Intensität; z. b. Discobesuche oder Arbeitslärm)
Dabei kommt es zu einem Schwund der Sinneszellen in der Schnecke.

Toxische Schwerhörigkeit
Wenn über einen längeren Zeitraum giftige Stoffe, wie zum Beispiel Alkohol, Nikotin oder Narkosemittel auf das Innenohr einwirken, kommt es zur Haarsinneszellenbeschädigung und diese kann zur Schwerhörigkeit führen.
Wenn ein Schallempfindungsschaden in Kombination mit einem Schalleitungsschaden auftritt, spricht man von einer Kombinierten Schwerhörigkeit. Leider gibt es bis heute gerade bei einem Schallempfindungshörverlust keine Möglichkeit der Heilung.
Tinitus

Die Bezeichnung "Tinnitus" wurde von dem lateinischen Wort "tinnere" abgeleitet und bedeutet soviel wie klingeln. Häufig empfinden die Betroffenen aber nicht ein andauerndes Klingeln, sondern ein Rauschen, Pfeifen, Knattern oder Dröhnen. Die Ursache ist eine Schädigung des Innenohrs, welche zum Beispiel durch Lärm, Knalleinwirkung, Stress oder einen angegriffenen Gesundheitszustand herbeigeführt werden kann. Messtechnisch ist das Geräusch beim Tinnitus sehr leise. Es entspricht ungefähr 5 - 10 dB (Dezibel). Im Vergleich dazu beträgt der Geräuschpegel bei einem Flüstergespräch 30 dB. Doch es ist nicht die Lautstärke, welche Tinnituserkrankte belastet, sondern die Permanenz des Geräusches. Außenstehende können diese belastende Situation meist nicht nachvollziehen. Es ist für sie schwer einzuschätzen, inwiefern die betroffene Person durch Ihren Zustand in Konflikte gerät.

Betroffene

Ungefähr 2 Millionen Deutsche sind momentan von einer Hörschädigung durch Tinnitus betroffen und jährlich kommen wieder einige dazu. Man könnte diese Erkrankung als typische Zivilisationskrankheit beschreiben, denn mit ansteigen- dem Lärmpegel und verstärkten Stressfaktoren nehmen auch die Tinnituserkrankungen zu. Es müssen zwei Gruppen von Betroffenen unterschieden werden. Bei den einen tritt der Tinnitus nur zeitweise und in besonderen Stress- oder Ruhesituationen auf. Bei den anderen ist das "klingelnde Geräusch" immer existent. Bei einem mehr als zwölfmonatigen Krankheitsverlauf spricht man von einem chronischen Tinnitus. Das permanente und nervenraubende Geräusch "im Kopf" kann auf einen längeren Zeitraum gesehen zu Depressionen, Schlafstörungen, Verhaltensstörungen und im schlimmsten Falle zur Zerstörung des Lebenswillens führen.

Was kann man tun?

Es ist wichtig zu betonen, dass der Tinnitus keine Krankheit, sondern primär ein Symptom ist. Bis zum heutigen Zeitpunkt gibt es keine Heilung, aber er ist behandelbar.

Hierbei ist die Tinnitus-Retraining-Therapie zu erwähnen. Diese wird aufgrund von vier Elementen durchgeführt. An erster Stelle steht die Aufklärung und Beratung des Erkrankten. Besonders wichtig ist die psychologische Betreuung. Es werden Ängste abgebaut, um Anspannungen und Konflikten entgegen zu wirken. Weiterhin werden Entspannungs- techniken vermittelt. Durch diese wird die Auseinandersetzung mit dem eigenen Zustand leichter.

Außerdem ermöglicht das Tinnitus-Control-Instrument dem Patienten wieder auf seine Umwelt zu hören und damit die Ablenkung vom Tinnitus. Bei diesem Instrument wird durch ein ebenfalls permanentes und leises Therapiegeräusch dem Tinnitusempfinden entgegen gewirkt.

In der Zeit der Tinnitus-Retraining-Therapie wird der Betroffene von seinem HNO-Arzt, dem jeweiligen Hörakustiker und in vielen Fällen auch von einem Psychologen betreut. Die Studie wird mindestens für einen Zeitraum von zwei Jahren durchgeführt. Bis heute wurde ein Behandlungserfolg von 70% nachgewiesen.

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